Bewerbertag statt Einzelgespräch:
schneller entscheiden, besser einstellen.
Warum ein halber Tag mit vielen Talenten oft mehr zeigt als drei lange Gespräche.
Du hast spannende Bewerbungen auf dem Tisch – aber eigentlich keine Zeit für zehn ausführliche Einzelinterviews? Willkommen im Mittelstand.
Ein klassisches Gespräch dauert schnell 90 Minuten plus Nachbereitung. Und meist sprichst du nur mit den vermeintlich „besten“ drei Kandidat:innen – basierend auf Unterlagen, die oft wenig über tatsächliche Kompetenzen aussagen.
Die Folge: Du lernst zu wenige Menschen kennen. Und manchmal die falschen.
Ein Bewerbertag dreht das Prinzip um: mehr echte Eindrücke, weniger Zeitaufwand.
Warum ein Bewerbertag mehr zeigt als drei Einzelinterviews
Viele Unternehmen gehen diesen Weg seit Jahren – und die Trefferquote ist massiv gestiegen.
Statt drei Gesprächen laden sie 10–15 Kandidat:innen ein, also deutlich mehr potenzielle Talente als im klassischen Prozess. Und genau dort passiert Magie:
Menschen, die auf Papier „okay“ wirkten, überzeugen live oft mehr als die vermeintlichen Top-3.
Vorbereitung: klar, transparent, wertschätzend
Damit ein Bewerbertag funktioniert, muss er strukturiert sein:
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Einladung per Post, nicht per Mail: persönlicher, hochwertiger.
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Veranstaltungsort: gutes Tagungshotel statt Besprechungsraum – gibt dem Tag Bedeutung.
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Drei Personen aus deinem Unternehmen:
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Bereichs- oder Geschäftsleitung
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zukünftige Kolleg:innen
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HR
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Vorab klären: Welche fachlichen und sozialen Kompetenzen sind entscheidend?
Ab da ist der Bewerbertag nicht nur Auswahl – sondern auch Employer Branding.
Der Tag selbst: Präsentieren, Beobachten, Erleben
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Unternehmensvorstellung
Daten, Fakten, Markt, Kultur, Werte – ehrlich, klar, ohne Hochglanz. -
Stellenprofil erläutern
Was zählt wirklich? Welche Ziele habt ihr? Was erwartet ihr – und was nicht? -
Fragen zulassen
Die offene Diskussion zeigt oft schon erste Filtereffekte. -
Pausen bewusst nutzen
Smalltalk, Umgang mit anderen, Verhalten in lockeren Momenten – hier siehst du soziale Kompetenzen ungefiltert. -
Vorstellungsrunde der Bewerber:innen
Keine Folien, kein Show-Off.
Nur: Wer bin ich, was habe ich gemacht, warum sitze ich heute hier? -
Feedback, Ausblick, Timing
Transparenz schafft Vertrauen – und spricht sich herum.
Warum dieser Ansatz besonders im Vertrieb funktioniert
In der Vermarktung zählt viel mehr als Fachwissen:
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Auftreten
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Kommunikationsfähigkeit
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Spontanität
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Souveränität in ungewohnten Situationen
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Umgang mit Menschen
All das siehst du an einem halben Tag, nicht in 1:1-Gesprächen.
Ein zusätzlicher Vorteil: Talent-Pool ohne Aufwand
Du lernst Menschen kennen, die vielleicht nicht zur aktuellen Stelle passeen – aber Monate später zur perfekten Besetzung für eine andere Vakanz werden.
Ohne Ausschreibung, ohne Prozess, ohne Kosten.
Bewerber lieben dieses Format
Weil sie mehr vom Unternehmen sehen und auch ihren eigenen Eindruck schärfen können.
Das stärkt Vertrauen – und sorgt dafür, dass dein Unternehmen weiterempfohlen wird.
Ein wertvoller Faktor, wenn Bewerber:innen zunehmend knapp werden.
Fazit
Ein Bewerbertag ist kein revolutionär neues Konzept – aber ein extrem effizientes.
Du sparst Zeit, bekommst bessere Eindrücke, triffst bessere Entscheidungen.
Und vielleicht ist genau das der Impuls, eine modernere Auswahlmethode in deinem Unternehmen auszuprobieren.
Constantin Wurch
Constantin Wurch ist Vermarktungsleiter Audio & Digital bei der Münsterländische Medien Service GmbH & Co. KG (MMS) – dem Audiovermarkter im Münsterland.
Er verantwortet die Vermarktung von Antenne Münster, Radio RST, Radio WMW und Radio Kiepenkerl und unterstützt Unternehmen dabei, Marketing wirksam und zukunftsfähig einzusetzen.
