Warum so viele an der Betreffzeile scheitern

Warum so viele an der Betreffzeile scheitern.

Wie wenige Worte über Erfolg oder Ignoranz entscheiden – und warum Mut beim Schreiben der beste Türöffner ist.

 

Ein weißes Blatt, ein Stift – und fünf zerknüllte daneben.
Willkommen in der Königsdisziplin des Schreibens: der Betreffzeile.

 

Ob Brief oder E-Mail: In der Betreffzeile entscheidet sich, ob gelesen oder gelöscht wird.
Sie muss informieren und gleichzeitig neugierig machen – kurz, klar, relevant.
Eigentlich einfach. Eigentlich.

 

Der Klassiker: „Ihr Schreiben vom …“

Viele Unternehmen schreiben immer noch so, als wäre 1998 gerade erst vorbei:
„Ihr Angebot“, „Ihre Rechnung“, „Zahlungserinnerung“.
Sachlich korrekt, ja – aber so spannend wie ein Faxgerät im Standby-Modus.

Wer auffallen will, muss weg von 08/15. Denn Standard-Formulierungen gehen im Posteingang genauso unter wie Radiowerbung, die mit „Hier spricht Ihr Autohaus…“ anfängt.

 

Anders sein ist kein Risiko – sondern ein Vorteil

Wenn eine E-Mail im Meer aus Mails auffällt, dann, weil sie anders klingt. Mutiger. Menschlicher.
Und diese Wahrnehmung färbt ab:
Wer kreativ kommuniziert, wirkt auch als Marke kreativer.

Beispiel gefällig?
Statt „Ihr Angebot“ lieber:
👉 „Was passiert, wenn Kreativität auf Münsterland trifft.“
Das weckt Neugier – und klingt ganz nebenbei auch nach Haltung.

 

Emotion schlägt Formalität

Wir Menschen entscheiden emotional. Auch bei Mails.

Ein „Ihre Wellness-Oase wartet“ aktiviert Kopfkino. Ein „Angebot Badezimmer“ nicht.

Mit emotionalen Formulierungen entstehen Bilder im Kopf
und genau die bringen uns zum Klicken, Lesen, Kaufen.

 

Der größte Fehler: zu brav denken

Viele trauen sich nicht, anders zu schreiben. „Was denkt der Kunde dann?“ höre ich oft.
Gegenfrage: Was denkt er denn jetzt, wenn alles gleich klingt?

Mut zahlt sich oft  aus – auch in der Betreffzeile.
Denn wer auffallen will, muss zuerst auffallen dürfen.

 

Fazit

Die Betreffzeile ist kein Pflichtfeld. Sie ist dein Türöffner.
Wenn du willst, dass Menschen deine E-Mails wirklich lesen, schreib sie so, dass sie es gar nicht anders können.

 

Constantin Wurch
Über den Autor

Constantin Wurch

Constantin Wurch ist Vermarktungsleiter Audio & Digital bei der Münsterländische Medien Service GmbH & Co. KG (MMS) – dem Audiovermarkter im Münsterland.

Er verantwortet die Vermarktung von Antenne Münster, Radio RST, Radio WMW und Radio Kiepenkerl und unterstützt Unternehmen dabei, Marketing wirksam und zukunftsfähig einzusetzen.

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